Aljechin: Das Großmeister Turnier New York 1924
Produktinformationen "Aljechin: Das Großmeister Turnier New York 1924"
Reihe: "Meilensteine des Schach" Band 05
Das internationale Turnier in New York 1924 zählt fraglos zu den bedeutendsten Turnieren der Schachgeschichte.
In einem 31-tägigen Kräftemessen sollten nochmals, 10 Jahre nach St. Petersburg 1914, die drei Schachgiganten dieser Epoche aufeinandertreffen:
Neben dem amtierenden Weltmeister José R. Capablanca waren sein entthronter Vorgänger Emanuel Lasker und der künftige Champion Alexander Aljechin angetreten, eine Auswahl hochrangiger Meister aus den USA und Europa komplettierte das elfköpfige Teilnehmerfeld.
Das doppelrundig ausgetragene Turnier war auch theoretisch bedeutsam in der Auseinandersetzung mit den damals revolutionären hypermodernen Ideen in der Eröffnung. Weithin unerwartet wurde das Turnier zum wohl größten Triumph des 55-jährigen Lasker, der mit einem phänomenalen 80%-Ergebnis und 1½ Punkten Vorsprung seinen Rivalen Capablanca distanzieren konnte.
Es ist der Verdienst des drittplatzierten Aljechin, dieses Ereignis in einer würdigen literarischen Form für die Nachwelt aufbereitet zu haben.
Sein exzellentes Turnierbuch mit 110 kommentierten Partien war richtungsweisend und ließ ihn zu den führenden Schachautoren seiner Zeit aufschließen.
Vielfach gelobt wurden seine gründlichen und tiefsinnigen Analysen (in Zügen und Worten!), die in ihrer Klarheit auch für Amateure nachvollziehbar und attraktiv blieben.
Viele Kenner reihen Aljechins Werk daher unter die besten Turnierbücher ein, die je geschrieben wurden.
Ein Klassiker, der immer zum grundlegenden Bestand jeder Schachbibliothek gehören wird.
380 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag
Rezension von Andreas Wittek im November 2025
„Das Großmeisterturnier New York 1924" gilt als ein herausragendes schachliches Ereignis in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Alexander Alexandrowitsch Aljechin (1892–1946), der spätere Schachweltmeister von 1927–1935 und von 1937–1946, hat mit der schriftlichen Darstellung, dieser 31-tägigen Schachveranstaltung, in deutscher Sprache eine herausragende literarische Leistung vollbracht, die dieses Werk bis zum heutigen Tag zu einem „Standardwerk" erheben.
Das Schachbuch aus dem Joachim Beyer Verlag hat einen Umfang von 380 Seiten.
Ein übersichtliches „Inhaltsverzeichnis" ist auf Seite fünf und Seite sechs zu finden.
Eine kurze Abhandlung von Dr. Max Euwe zur „Eröffnungstheorie" auf den Seiten 11 bis 27, aus dem Jahr 1962, ist den Analysen und den Erklärungen der 110 Partien des Großmeisterturniers nachträglich hinzugefügt worden.
Eine „Einführung" von Norbert L. Lederer befindet sich auf den Seiten 28 bis 31. Horace Ransom Bigelow (1898–1980) hat zu diesem Schachbuch einen subjektiven Zuschauerbericht beigesteuert (Seite 32 bis Seite 41), welcher nach meinem Dafürhalten überaus lesenswert ist.
Für einen schachinteressierten Leser wie mich, wirkt der Inhalt seines Textes wie eine Zeitreise zum damaligen schachlichen Geschehen. Bigelows Begeisterung für das Schach ist in jeder Zeile seiner Beschreibungen deutlich spürbar.
Er lässt jeden Einzelnen von den elf Protagonisten, also Dr. Lasker, Capablanca, Aljechin, Marshall, Réti, Maróczy, Bogoljuboff, Dr. Tartakower, Yates, Ed. Lasker und Janowski auf eine wundersame Weise für alle Schachenthusiasten lebendig werden.
Aljechin beginnt seine inhaltlichen Ausführungen von Seite 43 bis Seite 74 mit der Überschrift „Die Bedeutung des New Yorker Turniers für die Eröffnungstheorie". Daran schließen sich weitere einzelne spezielle Kapitel an und zwar jeweils von der „Ersten Runde" bis zu der „Zweiundzwanzigsten und letzten Runde" (Seite 75 bis Seite 377), in denen von Aljechin insgesamt 110 einzelne spezielle Schachpartien klar, einfach und präzise kommentiert werden, ohne sich dabei auch nur ein einziges Mal in einem Variantenlabyrinth zu verirren.
Auf Seite 378 ist eine „Tabelle zum Aufschlagen der Partien" angenehm überschaubar dargelegt. Zu den jeweils angegebenen Seitenzahlen, in der auf der Seite 379 befindlichen „Übersicht der Eröffnungen", muss die Zahl 42 addiert werden, um die korrekte Seitenzahl zu erhalten, damit die jeweilige Eröffnung in dem Schachlehrwerk aufgeschlagen werden kann, welche man gegebenenfalls genauer studieren möchte.
Meiner Meinung nach sollte wirklich jeder schachinteressierte Leser / jede schachinteressierte Leserin sich dieses Schachbuch zulegen, denn es ist von Aljechin vor einhundert Jahren in einer gut lesbaren Sprache geschrieben worden und selbst im 21. Jahrhundert immer noch lehrreich!















