Konikowski & Bekemann: Königsgambit – richtig gespielt
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Produktinformationen "Konikowski & Bekemann: Königsgambit – richtig gespielt"
Das Königsgambit ist eine scharfe Eröffnung, in der Weiß über die Züge 1.e4 e5 2.f4 Material für andere Vorteile opfert. Die Verteidigung gegen das aggressive Vorgehen seines Gegners fällt Schwarz nicht leicht. Deshalb verspricht die Eröffnung Weiß schöne Erfolge, zumal sie auch als Überraschungswaffe eingesetzt werden kann.
Weiß verfolgt das strategische Hauptziel, durch das Bauernopfer auf f4 das Zentrum über d2-d4 zu besetzen, um über eine schnelle Figurenentwicklung zügig einen Königsangriff aufziehen zu können.
Das Königsgambit wurde bereits in den Werken von Lucena (1497) und Ruy Lopez (1561) erwähnt. Seine höchste Blüte feierte es in der Zeit der Romantik im Schach. Aus dieser stammt auch die „Unsterbliche Partie" zwischen Anderssen und Kieseritzky, die im Buch nicht fehlen durfte. Über die Jahrzehnte hinweg und bis in die Gegenwart haben sich selbst Weltmeister des Königsgambits bedient. Auch aktuell gehört die Eröffnung zum Repertoire einiger Spieler der Weltspitze. Beliebt ist es zudem im Fernschach.
Mit diesem Buch legen die Autoren eine vollständig überarbeitete, erweiterte und aktualisierte Fassung ihrer Erstausgabe aus dem Jahr 2012 vor.
Jerzy Konikowski ist FIDE-Meister und als Autor einer großen Zahl exzellenter Eröffnungsbücher weltweit bekannt. Uwe Bekemann ist Correspondence Chess Master, (Co-)Autor zahlreicher Eröffnungsbücher und hat viele Jahre dem Vorstand des Deutschen Fernschachbundes angehört.
Durch das Königsgambit werden Sie mit einer interessanten Eröffnungswaffe ausgerüstet, die in der Praxis viel Freude bereitet und zudem schöne Erfolge in Aussicht stellt.
320 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag
Rezension von Andreas Wittek im Oktober 2025
Das „Königsgambit" beginnt mit den Zügen:
1. e2–e4 e7–e5
2. f2–f4
Das „Königsgambit" zählt zu den ältesten bekannten Eröffnungen. Es ist schon im Schachbuch von Luis Ramírez Lucena (1497) erwähnt worden. Mit seinem heutigen Namen betitelte es erstmals der Spanier Ruy López de Segura (1561).
Von da an wurde es zur beliebtesten Eröffnung, bis im 20. Jahrhundert ebenso andere Offensivpläne Verbreitung fanden und die Verteidigungsmethoden gegen das „Königsgambit" vervollkommnet wurden. Den Versuchen so bekannter Meister wie Rudolf Spielmann, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts des „Königsgambits" annahm, war kein besonderer Erfolg beschieden. Doch später erlebte diese alte Eröffnung eine Wiedergeburt – vor allem dank der Bemühungen von Paul Keres (1916–1975), dem es gelang, neue Angriffswege in bekannten Abspielen aufzuspüren. Ich verweise an dieser Stelle auf ein Schachbuch von Keres mit dem Titel „Dreispringerspiel bis Königsgambit", welches heute nur noch antiquarisch zu erwerben ist.
Während die alten Meister das „Königsgambit" mit dem Ziel anwandten, möglichst rasch die Initiative zu ergreifen und zum Angriff überzugehen, bleibt dieser Gedanke bei der modernen Behandlungsweise häufig im Hintergrund. Bei bester Verteidigung von Schwarz können sich positionelle Kampfmethoden ergeben, die bis zum Übergang in ein etwas günstigeres Endspiel reichten.
Viele Glanzpartien mit dem „Königsgambit", in denen ein Opferangriff mit Erfolg gekrönt wurde, stammen vor allem aus dem 18. Jahrhundert und aus dem 19. Jahrhundert. Die berühmteste Partie zum „Königsgambit" aus dieser Zeit ist die am 21. Juni 1851 in London zwischen Adolf Anderssen und Lionel Kieseritzky gespielte „Unsterbliche Partie", welche in dem Schachbuch von Konikowski / Bekemann auf den Seiten 257 bis 259 zu finden ist (Partie Nr. 24).
Im neuzeitlichen Schach setzten vornehmlich David Ionovich Bronstein (1924–2006) und Boris Vasilyevich Spasski (1937–2025) dieses Gambit ein (Partie Nr. 11, 12, 13, 16, 17, 18, 50, 56, 66).
Michael Adams (Partie Nr. 58), Nigel Short (Partie Nr. 33), die Polgar-Schwestern (Partie Nr. 9, 10, 26) sowie Anatoli Jewgenjewitsch Karpow (Partie Nr. 27, 52) sind weitere bekannte Namen, die für das „Königsgambit" im modernen Schach stehen.
Aktuell können hier beispielsweise Wassyl Mychajlowytsch Iwantschuk (Partie Nr. 25), Alexander Igorevich Grischuk (Partie Nr. 39), Jonny Hector (Partie Nr. 41, 43), Hikaru Nakamura (Partie Nr. 53, 55) und Magnus Carlsen (Partie Nr. 47) genannt werden.
Das einweisende Schachlehrwerk von Konikowski / Bekemann zu dem „Königsgambit" umfaßt 319 Seiten. Ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis befindet sich auf den Seiten fünf bis acht, eine ausführliche Zeichenerklärung auf Seite neun, eine Liste der Abkürzungen auf Seite zehn, ein Vorwort zur 2. Auflage auf Seite elf, ein Quellenverzeichnis auf Seite 318/319.
Eine allgemeine Einführung in die Theorie des „Königsgambits" ist den Seiten sechzehn bis Seite achtundzwanzig zu entnehmen. Konikowski / Bekemann geben mit dieser Einführung einen Überblick über die Gliederung ihres Einzelbandes und behandeln darin Spielweisen, denen sie kein einzelnes spezielles Kapitel gewidmet haben.
In insgesamt 27 Folgekapiteln, welche alle aus der Sicht der beiden Autoren wichtige Abspiele und natürlich deren Erörterungen zur Theorie des „Königsgambits" enthalten, arbeiten sie die Wege heraus, die in dieser „scharfen Eröffnung für Weiß" ihrer Meinung nach den besten Erfolg versprechen. Für Schwarz haben sie die besten Verteidigungsmöglichkeiten gesucht, insofern Weiß der dargelegten Theorie folgt.
Besonderes Gewicht legen Konikowski / Bekemann auf die 67 Beispielpartien im Kapitel 28, von Seite 235 bis Seite 306. Sie dienen dazu, anschaulich die praktischen Probleme im „Königsgambit" in realen Spielsituationen aufzuzeigen.
Das letzte Kapitel 29 im Druckwerk, von Seite 307 bis Seite 317, bietet den Lesern / Leserinnen mit 16 Aufgabenstellungen + Lösungen eine gute Möglichkeit, zur Überprüfung und Vertiefung des eigenen Verständnisses.
Diese schriftliche Publikation richtet sich ganz klar an Vereinsspieler und Schachanfänger / Schachanfängerinnen mit guten Grundkenntnissen, die bereit sind, sich mit dem Buch „Königsgambit... ...richtig gespielt" ausgiebig zu beschäftigen.
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