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Geilmann: Goldene Partien

Produktinformationen "Geilmann: Goldene Partien"

Die Weltmeisterschaften sind zweifelsohne sportliche Höhepunkte des Schachkalenders. Dabei wurden diese Wettkämpfe in höherem Sinne manchmal nur durch eine einzige Partie entschieden.

Diese goldenen Partien sind daher mehr als nur großartige Siege oder tragische Niederlagen. Sie sind Meilensteine, die oft auch entscheidende Wendepunkte in der Entwicklung der Theorie und der Spielpraxis markieren. Sie zeigen, wie kreative Ideen, innovative Strategien und tiefes Verständnis für das Spiel zu Momenten führen können, die in die Schachgeschichte eingehen. Diese Partien sind daher nicht nur für die Spieler selbst von Bedeutung, sondern auch für die gesamte Schachgemeinschaft, die bis heute aus ihnen lernt und inspiriert wird.

In diesem Buch werden einige der herausragenden Partien untersucht. Wir analysieren gemeinsam die strategischen Ideen und brillanten Züge, die von den größten Schachmeistern ihrer Zeit gespielt wurden. Jede dieser Partien erzählt dabei auch eine Geschichte von Rivalität, psychologischem Druck und der stetigen Suche nach Perfektion.

Darüber hinaus wird die Bedeutung dieser Partien im Kontext ihrer Zeit betrachtet. Wie haben sie die Schachtheorie beeinflusst? Welche neuen Ideen und Konzepte wurden geboren? Wie haben sie das Verständnis des Spiels verändert und die nächste Generation von Schachspielern geprägt?

Die Antworten auf diese Fragen geben einen tiefen Einblick in die Evolution des Schachs und die Rolle, die diese Meisterwerke dabei gespielt haben.

Lassen Sie uns also auf eine Reise durch die faszinierende Welt der Schachweltmeisterschaften gehen und Partien erkunden, die nicht nur die Schachgeschichte geprägt haben, sondern auch weiterhin Generationen von Spielern und Schachenthusiasten inspirieren werden.

Der Autor, Ulrich Geilmann, wurde 1963 in Essen geboren und wohnt am Niederrhein. Er ist diplomierter Raumplaner und im öffentlichen Dienst tätig. Als profunder Hobbyschachspieler, ehemaliger Schachfunktionär sowie Mitglied der Emanuel Lasker Gesellschaft kennt sich Geilmann in der Schachszene gut aus und hat inzwischen mehrere Schachbücher veröffentlicht.

300 Seiten, kartoniert, Joachim Beyer Verlag

Rezension von Andreas Wittek im April 2025

Das Buch „Goldene Partien – Entscheidende Momente der Schachweltmeisterschaften“ von Ulrich Geilmann verfolgt die Idee, die überragende historische Bedeutung einzelner Weltmeisterschaftspartien herauszustellen.

Dies gelingt ihm meiner Meinung nach ziemlich gut, weil Geilmann jeder dargestellten Schachpartie jeweils Kurzbiographien der beiden Kontrahenten voranstellt.

Eine große Anzahl von Schachpartien ist in dieser Sammlung sehr ausführlich analysiert und erklärt worden, wodurch sowohl langjährige Schachspieler aus einem Verein als auch ambitionierte Schachanfänger mit guten Grundkenntnissen angesprochen werden.

Nach meinem Dafürhalten eignet sich dieser fast dreihundertseitige Text von Geilmann ebenfalls exzellent dazu, eine Neugier bei Menschen mit eher wenig schachlichem Interesse bezüglich der Schachkunst zu wecken, denn Geilmann lässt die Protagonisten / die „Schachhelden“ auf den Seiten seines Buches in einer angenehmen, menschlichen Weise lebendig werden.

Das „Historische Schachlehrwerk“ ist in die folgenden fünf Kapitel gegliedert:

Kapitel 1 – Schachhistorische Meisterleistungen

Kapitel 2 – Neuzeitliche Schachwettkämpfe

Kapitel 3 – Moderne Weltklasse

Kapitel 4 – Perlen der Neuzeit

Kapitel 5 – Hypermoderne Schachzeiten

Mir persönlich haben in diesem Lehrbuch die Erklärungen zu der zehnten Partie des Weltmeisterschaftskampfes 2016, Spanische Partie (C65), zwischen Sven Magnus Øen Carlsen und Sergei Alexandrowitsch Karjakin am besten gefallen.

Geilmann legt in einem detaillierten Text von Seite 253 bis zu der Seite 263, welcher ebenso vier Schachdiagramme beinhaltet, die Pläne / die Konzepte / die Ideen, die hinter einem einzelnen speziellen Zug jeweils von Carlsen und Kajarkin stehen, für die Leser / die Leserinnen in einer ausgezeichneten, nachvollziehbaren Weise dar, so wie ich es vorher in noch keinem anderen Buchtext habe lesen können.

Auf den Seiten 295 bis 297 thematisiert Geilmann in einem Abschnitt mit dem Titel „Nachwort, Danksagungen und Widmung“ seine Beweggründe zu diesem Schachbuch, dass heißt, er erzählt dessen genaue Entstehungsgeschichte.

Für Geilmann waren vor allem solche Partien berichtenswert, „die einerseits eine besondere sportliche Bedeutung hatten und andererseits zugleich eine gewisse schachtheoretische Relevanz aufwiesen.“ (Seite 296, Geilmann)

Bei den „Weltmeisterschaften“ war der Autor dann fündig geworden und untersuchte insbesondere Partien, die zum einen wettkampfentscheidend gewesen waren und zum anderen schachlich herausragend.

In der vorliegenden Form vom Verfasser aufbereitet, eignen sich die sechzig kommentierten Schachpartien ausgezeichnet als Trainingsmaterial.


Rezension von Jörg Palitzsch im April 2025

In seinem neuen Buch widmet sich Ulrich Geilmann einem der faszinierendsten Kapitel der Schachgeschichte: den herausragenden Partien der Schachweltmeisterschaften. Dabei gelingt ihm nicht nur eine eindrucksvolle Sammlung legendärer Spiele, sondern auch eine tiefgründige Reflexion über die kreative und historische Dimension des königlichen Spiels.

Geilmann geht es nicht allein um die Analyse brillanter Züge oder das Nachzeichnen glorreicher Siege. Vielmehr versteht er die sogenannten „goldenen Partien“ als Meilensteine – als Momente, in denen sich nicht nur der sportliche Wettkampf entschied, sondern auch die Theorie, das Verständnis und die Praxis des Spiels nachhaltig veränderten. Jede Partie, die in diesem Buch behandelt wird, steht exemplarisch für die Genialität und Innovationskraft ihrer Zeit und birgt zugleich universelle Lehren, die über das konkrete Spiel hinausgehen.

Bemerkenswert ist die Herangehensweise des Autors: Mit Leidenschaft bringt Geilmann sowohl die technischen Feinheiten als auch die psychologische Tiefe der Duelle zur Geltung. Die Leser werden nicht nur Zeugen brillanter Kombinationen, sondern auch der inneren Kämpfe großer Meister – Rivalitäten, Drucksituationen und der ewige Drang zur Perfektion werden eindrucksvoll nachgezeichnet. Dabei ist der Autor kein distanzierter Chronist. Als erfahrener Schachspieler, ehemaliger Funktionär und Mitglied der Emanuel Lasker Gesellschaft bringt Geilmann seine persönliche Perspektive mit ein, ohne jemals ins Subjektive abzudriften. Sein Fachwissen und seine Begeisterung für das Spiel schlagen sich in einer lebendigen, gut verständlichen Sprache nieder, die auch ambitionierten Laien den Zugang zu komplexen Zusammenhängen ermöglicht.
Ein besonderes Plus ist die historische Einordnung der Partien. Geilmann beleuchtet, wie einzelne Spiele die Entwicklung der Schachtheorie beeinflusst haben, welche Konzepte daraus hervorgingen und wie sie die nächste Generation von Schachspielern prägten. So wird das Buch zu einem wertvollen Beitrag zur Schachliteratur – nicht nur als Sammlung großartiger Partien, sondern als Gesamtschau eines lebendigen kulturellen Erbes.

Fazit: Ulrich Geilmann legt mit diesem Werk eine kenntnisreiche und zugleich inspirierende Reise durch die Geschichte der Schachweltmeisterschaften vor. Wer sich für Schach interessiert – sei es als Spieler, Historiker oder einfach als Bewunderer menschlicher Genialität – wird in diesem Buch fündig.


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Angaben zum Hersteller (Informationspflichten zur GPSR Produktsicherheitsverordnung)
Joachim Beyer Verlag
Zur Wallfahrtskirche 5
97483 Eltmann, Deutschland